CloudEARTHi Konferenz in Eisenstadt

Wissenschaft, Wirtschaft und Wissbegierige tauschen sich über Nachhaltigkeit und Unternehmertum in der Hochschullehre aus

In zwei intensiven Tagen haben sich Forschende, Lehrende und UnternehmerInnen mit der Verantwortung und Aufgabe der Hochschullehre gegenüber Unternehmen und nachhaltigem Management befasst. Die Rolle und Chance der digitalen Transformation, der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Datenanalyse und unternehmerisches Mindset und Diversität waren Bestandteil kritischer und zukunftsträchtiger Diskussionen. Mit der Veranstaltung dieser ersten Konferenz aus einer Reihe im Rahmen eines internationalen Projektes – die sowohl vor Ort in Eisenstadt als auch online stattfand - startete die Fachhochschule Burgenland GmbH eine für die Europäische Union und speziell das Burgenland spannende Forschungsarbeit. Die Bedeutung von nachhaltigem Unternehmertum gewinnt immer mehr an Bedeutung und die Bezüge sollten dazu bereits in der Hochschullehre hergestellt werden. Denn gerade dort entstehen zahlreiche Geschäftsideen und praxisnahe Forschung und Lehre bedarf die Orientierung an den neuesten Erkenntnissen.

Im Sinne des Konferenzthemas fand eine spannende Diskussion zum Dreieck des Wissens (knowledge triangle) statt, in dessen Vorstellung das Wissen zwischen der Wirtschaft, den Hochschulen und der Gesellschaft geteilt werden soll. Von etablierten Unternehmen, wie G-Force (Slowakei) oder Serien-Gründer Kurt Leeb (aktuell: Solarkraftzwerg) haben wir gelernt wie wichtig Netzwerkarbeit für Gründungspersonen ist und wie wichtig es ist, dass die Hochschulen auch mit den Industrie- und Wirtschaftsbetrieben zusammenarbeiten. Die Gründer Dalibor Zelik und Nicolas Ernst haben ihre Geschäftsmodelle vorgestellt und die Vorteile der unternehmerischen Lehre an Hochschulen hervorgehoben. Zeitgleich räumen Sie ein, dass sie nun die Herausforderung haben alle notwenigen Kompetenzen, die bei einer Gründung relevant sind, zu bündeln. Die Hochschulen wurden von Alexandra Baldwin (Fachhochschule Burgenland GmbH) und Tamer Abu-Alam (UiT The Arctic University of Norway, Projektleiter des Projektes CloudEarthi) vertreten. Die Hochschulen sehen weiteren Forschungsbedarf und die Nützlichkeit die neuesten Forschungserkenntnisse in die Lehre direkt einfließen zu lassen. Zugleich betonen sie aber auch, dass Kompetenzentwicklung und Lernen ein langfristiger Prozess sind, der das Engagement und die Motivation der Lernenden manchmal herausfordert. Kurz um, liegt die Wissensaufnahme und Weitergabe in unser aller Hände und jede Person kann ihren Beitrag leisten. Miteinander reden, wie es die Forschende, Lehrende und UnternehmerInnen diese Tage in Eisenstadt getan haben, ist ein besonders wesentliche Aufgabe.

Das Forschungsprojekt wird von der Europäischen Union im Rahmen der EIT-HEI Initiative gefördert und richtet sich damit speziell an Hochschulen und besonders technologie-affine und innovative Einrichtungen. Die Fachhochschule Burgenland hat mit ihren Projektpartnern aus Norwegen, Spanien, England, Bulgarien und der Slowakei ein forschungs-innovatives Team mit hohen Ansprüchen in der Hochschullehre und hohem nachhaltigem Engagement gefunden. Das Projekt selbst wird zukünftig wissenschaftliche Publikationen in einer Sonderedition online veröffentlichen und weitere Forschungsvorhaben auf internationaler Ebene vorantreiben.

Projektseite Forschung Burgenland

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