„Wirtschaftsradar Burgenland“ zeigt: So stehen Wirtschaft und Arbeitnehmer zu Steuern und Bürokratie

Niedrigere Steuern und Abgaben, dafür mehr Geld in Forschung, Technologie und Innovation. Sorgen um den Arbeitsplatz, aber eine grundsätzlich positive Sicht auf den Wirtschaftsstandort Burgenland. – Das sind die hervorstechendsten Ergebnisse der Studie „Wirtschaftsradar Burgenland“. 

Die Studie wurde im Frühjahr 2014 vom Institut für Strategieanalysen im Rahmen eines Projekts der Fachhochschule Burgenland und des Wirtschaftsservice Burgenland (WiBAG) durchgeführt. In bisher zwei Befragungswellen im Frühjahr und Herbst 2014 wurden jeweils etwa 1.200 Personen befragt, die Ergebnisse bieten detaillierte Einblicke in die Bedürfnisse und Probleme der burgenländischen Privatangestellten und Unternehmen.

Eine schnellere und effizientere Verwaltung zu etablieren ist demnach ein klarer Wunsch und damit auch eines der angestrebten Ziele, um das Burgenland als gefragten und dynamischen Wirtschaftsstandort zu etablieren.

Die im Rahmen des „Wirtschaftsradar Burgenland“ gewonnenen Daten sind deswegen wertvoll, weil sie die Verbindungen zwischen strategischen Vorhaben, Fördermaßnahmen und Umsetzungsschritten deutlich machen. Laut „Wirtschaftsradar“ hat lediglich jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) eine Förderung für ein Forschungsvorhaben in Anspruch genommen – vier von fünf Unternehmen eben nicht (78 Prozent). Hauptgrund dafür: 43 Prozent bezeichnen den Aufwand für eine Antragsstellung als zu hoch.

Künftig soll daher das Service für Unternehmen verbessert werden: So soll es zum Einen unkomplizierter und verständlicher werden, zum Anderen soll es möglich machen, Fördergelder und -programme weitestgehend auszuschöpfen.

Ebenfalls sehr deutlich zeigte die Studie, wie wichtig die Bildung in der Debatte um den Wirtschaftsstandort Burgenland ist. Da die FH Burgenland sich seit jeher als offene Plattform für Wirtschaftsfragen versteht, war die engagierte Teilnahme am Projekt „Wirtschaftsradar“ eine Selbstverständlichkeit.

Die Ergebnisse des Projekts sollen auch in die Lehre einfließen. Die Studierenden werden so mit den neuesten Erkenntnissen versorgt und über den aktuellen Stand im Burgenland informiert. Sie wissen damit aus erster Hand, was die heimischen Unternehmen und die ArbeitnehmerInnen denken, hoffen und fordern. Dies stellt sicher, dass die AbsolventInnen der FH Burgenland über eine sehr realistische Sicht auf die regionale Wirtschaft verfügen und dieses Wissen im Berufsleben auch gut einsetzen können.

Zu diesem Zweck werden auch die Beziehungen zur regionalen Wirtschaft gepflegt. So kooperiert die FH mit über 400 Unternehmen für Praktika und Forschungsprojekte und setzt Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten als Lektoren ein, um eine möglichst große Praxisnähe für die Studierenden sicherzustellen.

Die Studie zum Governance-Projekt „Wirtschaftsradar Burgenland“ soll in regelmäßigen Abständen fortgesetzt werden und ist die aktuell größte Langzeitstudie in Österreich.

(Auszug Präsentation Ergebnis Wirtschaftsradar / ISA)

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