11/07/2016

EmiL – Energie aus Mandelschalen

Forschung Burgenland-Projekt beschäftigt sich mit umweltschonender Biomasseverbrennung

Erneuerbare Energieträger: Nebenprodukte aus landwirtschaftlicher Produktion sollen als Brennstoff dienen

Pinkafeld – 2. November 2016: Meist klingen die Namen wissenschaftlicher Forschungsprojekte sehr kompliziert. Manchmal aber richtig nett – so wie in diesem Fall. Unter dem Titel „EmiL – Emission Limited Biomass Combustion“ forschen Techniker und Technikerinnen der Forschung Burgenland und der TU Wien im Bereich der effizienten, umweltschonenden und kostengünstigen Biomasseverbrennung. Soll heißen: „Wir arbeiten an einem neuartigen Regelungskonzept für Biomassefeuerungsanlagen, das uns ermöglicht das Brennstoffspektrum zu erweitern. Wir wollen unterschiedliche Biomassenarten als erneuerbare Brennstoffe einsetzen, bei denen das bisher nicht möglich war“, erklärt Projektleiter Jürgen Krail.

Schadstoffarme Verbrennung

Österreich nimmt weltweit eine führende Stellung im Bereich der Entwicklung und Verbreitung von Biomassekesselanlagen ein. Mit der Größe der Anlage steigt jedoch auch die Anforderung an die Verbrennungsregelung. Bei Kleinkessel sind Lambdasonden (Zirkoniumoxid- Sonden) Stand der Technik. Bei mittelgroßen und größeren Anlagen ist eine reine Lambdasonden- Regelung jedoch kein Garant für eine schadstoffarme Verbrennung. „Im Projekt EmiL wird in enger Kooperation zwischen wissenschaftlichen Partnern und Kesselproduzenten ein neuartiges Regelungskonzept für die Verbrennungsregelung von Biomassekessel erarbeitet, das in Zukunft eine Erweiterung des Brennstoffspektrums ermöglichen soll. Auf Basis von Grundlagenuntersuchungen soll das Projekt die Voraussetzungen für hocheffiziente und emissionsarme Biomassekessel schaffen“, so Krail.

Biogene Brennmaterialien

Durch die Umsetzung der Projektergebnisse sollen die Emissionswerte wesentlich verbessert werden. Zudem sollen sich die Brennstoffkosten für den Endkunden verringern, indem ein größerer Anteil an unterschiedlichen Biomassen und Brennstoffe als erneuerbare Energieträger eingesetzt werden. „Wir denken dabei an Brennstoffe wie Mandelschalen, Oliven- oder

Sonnenblumenpressrückstände“, führt Morteza Fesharaki weiter aus. Der Geschäftsführer des Partnerunternehmens Herz Energietechnik GmbH ist sehr zuversichtlich: „Durch die Umsetzung der Projektergebnisse erwarten wir uns eine Verbesserung der Emissionswerte und eine Kostenersparnis im Anlagenbetrieb.“ 

Mit Binder Energietechnik GmbH ist ein weiterer Kesselproduzent als Projektpartner mit an Bord. Auftraggeber des Projekts ist der Klima- und Energiefonds sowie die FFG – Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft.

Kontakt:
DI DI (FH) Jürgen Krail
Projektleiter
Hochschullehrer Energie-Umwelt und wissenschaftlicher Mitarbeiter Forschung Burgenland
Tel:+43 (0)5 7705 4145
E-Mail: juergen.krail(at)fh-burgenland.at

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