Marktforschungslabor

Das Marktforschungslabor der Fachhochschule Burgenland ermöglicht, Marktforschungsprojekte mit KMUs und anderen Forschungseinrichtungen durchzuführen, die wegen fehlender Infrastruktur in den KMUs alleine nicht bewerkstelligt werden können. Im Zentrum stehen Fragestellungen aus der betrieblichen Praxis, wo Kaufentscheidungsprozesse oder auch Motivationsstrukturen von KundInnen erforscht werden. Dabei sind folgende Einrichtungen für verschiedene Marktforschungsmethoden vorhanden:

1. Fokusgruppenlabor
2. Sensoriklabor
3. Eyetrackinglabor

1. Fokusgruppenlabor

Moderierte Fokusgruppendiskussionen sind das in der Praxis bedeutendste qualitative Erhebungsverfahren, um Motive und Einstellungen der KonsumentInnen zu untersuchen. Für diese Methode steht ein Videokonferenzsystem zur Verfügung, das die zur Abhaltung von zeitgleichen und interaktiven Gruppendiskussionen an den Standorten Eisenstadt und Pinkafeld erlaubt. Die Einrichtung eines eigenen Fokusgruppenlabors sollte die Forschungsmöglichkeiten mit Fokusgruppendiskussionen erweitern. Ein wesentlicher Zusatznutzen von Fokusgruppendiskussionen in der Marktforschung ist die Möglichkeit für Dritte das Geschehen während der Diskussion durch einen Einwegspiegel aus einem Nebenraum live zu beobachten. Ein modernes Audio- und Videosystem ermöglicht Aufzeichnung und anschließende wissenschaftlich fundierte Auswertung und Analyse der Daten.

2. Sensoriklabor

Im Studiengang „Internationales Weinmarketing“ sind Verkostungen wichtig für die Erforschung der Wirkung von Weinen. Den Weinmarketing-ForscherInnen steht ein Sensoriklabor zur Verfügung. Die Ausstattung des Raumes umfasst zehn Kojen (inklusive Laptops mit spezieller Software) für Wein- und Lebensmittelverkostungen und eine Laborküche für die Darreichung und Temperierung der Weine. Die ruhige, dezentrale Lage des Sensoriklabors bietet für sensorische Experimente die optimale Bedingung, nämlich die weitgehende Isoliertheit von externen Reizen.

3. Eyetrackinglabor

Im Rahmen der visuellen Aufmerksamkeitsmessung werden die Blickbewegungen, die Blickmuster, die Blickdauer, die Sequenz des Blickverlaufs sowie Lokalisierung der von einer Person betrachteten Stimuli zu bestimmten Zeitpunkten (etwa während einer Kaufentscheidung) mit bis zu 120 Messungen pro Sekunde registriert und erfasst. Dazu wurden eine stationäre und zwei mobile Eyetrackingkameras angeschafft. Die stationäre Eyetrackingkamera ist in einen Flachbildschirm integriert und eignet sich vor allem für Untersuchung und Optimierung von Websites/Internetauftritten, für Werbemitteltests und für Verpackungsforschung, die mobilien Eyetrackingkameras für den Einsatz außerhalb des Labors, z.B. zur Untersuchung des Konsumentenverhaltens im Geschäft.


Ansprechperson

Seite drucken Seite drucken
mobile