Low Cost Demand Side Flexibility Solutions for Buildings and Energy Systems

Ein Aspekt der europäischen gesellschaftspolitischen Ziele ist die Entwicklung einer nachhaltigen und unabhängigen Energieversorgung. Dieses Ziel kann durch den Ausbau von regenerativen Energiesystemen und eine intelligente Vernetzung zwischen Energiebereitstellung, -speicherung und -verteilung erreicht werden. Lösungsansätze deren Grundlage optimierte Gesamtsysteme bilden stellen dabei einen vielversprechenden Technologieansatz dar.

Österreich nimmt weltweit eine führende Stellung im Bereich der Entwicklung und Verbreitung von Biomassekesselanlagen ein. Im Anlagenbetrieb steigt mit der Größe der Anlagen auf Grund der Brennstoffvariabilität auch die Anforderung an den Anlagenbetrieb und an die Verbrennungsregelung. Die FH Burgenland benötigt hierfür Infrastruktur für die Erweiterung des Brennstoffspektrums bzw. im Bereich schadstoffarme Verbrennung.

ForscherInnen im Sektor Gebäudetechnik und Energie- und Umweltmanagement arbeiten an der Entwicklung kosteneffizienter und Demand Side Management (DMS)-fähiger Wärmepumpensysteme und an der Erweiterung des Brennstoffspektrums und der Verbrennungsoptimierung.

Im Rahmen eines EFRE-Projekts stellt das Regionalmanagement Burgenland den ForscherInnen Mittel in Höhe von 730.000€ zur Adaptierung und Verbesserung der Laborinfrastruktur zur Verfügung. Diese Fördermittel ermöglichen es, eine Niedertemperatur-Klimakabine zur Komponentenentwicklung anzuschaffen. Ein mobiles Monitoring System und eine Wetterstation erlauben es DMS-fähige Systemlösungen zu erforschen. Um thermodynamische Zustände einzelner Gebäudezonen sensorisch erfassen zu können, werden bestehende Sensorsysteme adaptiert, um eine solide Datenbasis für die Weiterentwicklung von Lüftungsanlagen zu schaffen. Ein Thermostat und eine Vakuumkammer zur Weiterentwicklung von Kleinstwärmepumpentechnologien wird gebaut, um präzise definierte Randbedingungen, in denen diese Technologien eingesetzt werden,  zu simulieren. Eine HPC-Infrastruktur generiert neben den experimentellen Methoden eine numerische Simulationsumgebung (ANSYS FLUENT und COMSOL Multiphysics).

Die infrastrukturellen Voraussetzungen für künftige Forschungsprojekte im Bereich der Brennstoffanalytik und Emissionsmesstechnik und unterschiedliche Prüfstände für die Aufbereitung und Verarbeitung, energetische Verwertung, bzw. Verbrennungssensorik werden ebenfalls im Rahmen dieses Projekts geschaffen.  

Last but not least, wird über dieses Projekt eine erweiterte Simulationssoftware zur Entwicklung und Optimierung thermodynamischer Kreisprozesse angeschafft.

Das Projektteam - Florian Wenig, Christian Heschl, Helmut Plank, Werner Stutterecker, Jürgen Krail und Alexandra Treitel von der Fachhochschule und Franz Hengel Thomas Schoberer, Sebastian Schuh und Alexandra Baldwin von der Forschung Burgenland - zieht an einem Strang, um die Laborinfrastruktur unter Einhaltung aller EFRE-Richtlinien zu aktualisieren. So bleiben die Fachhochschule und die Forschung Burgenland auch in den nächsten Jahren gefragte Partner in der österreichischen Forschungslandschaft.

Projektlaufzeit: 05/2016 – 09/2017

Fördergeber, Forschungs- und Kooperationspartner

Fördergeber

Projektmitarbeiter und Projektleiter

Projektleiter

Projektmitarbeiter

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