Physiologik auf dem Prüfstand

„Physiologik“ ist ein physiotherapeutisches Konzept zur Vereinfachung der PatientInnen-TherapeutInnen Kommunikation. In der praktischen Anwendung des Konzeptes zeigen sich positive Erfahrungen, die nun in einer Studie der FH Burgenland in Kooperation mit dem „Physiozentrum für Weiterbildung“ auf den Prüfstand gestellt werden.

Das Konzept „Physiologik“ zielt darauf ab, die Kommunikation zwischen PatientInnen und TherapeutInnen zu optimieren um in weiterer Folge den Therapieerfolg zu steigern. Es wurde in jahrelanger Erfahrung vom Physiotherapeuten Martin Metz entwickelt und wird aktuell in der Praxis von medizinisch-therapeutischen Berufen angewendet. Hintergrund ist die Vereinfachung einer messtheoretischen Skalierung. Anhand eines Drehzahlmessers mit Ampelsystem soll zwischen PatientIn und TherapeutIn ein besseres Verständnis zur Bedeutung von Symptomen für Therapie und Alltag geschaffen werden. Dadurch können einerseits Auswahl und Ausmaß von therapeutischen Interventionen angepasst werden, andererseits kann auch der/die Patient/in eigenverantwortlich sein Verhalten entsprechend der Symptome angleichen.

Um die Erfahrungen in der Anwendung des Konzeptes wissenschaftlich zu prüfen, wird dieses in Form eines quasi-experimentellen Studiendesigns deduktiv untersucht. Die Studie wird in Zusammenarbeit zwischen der FH Burgenland und dem „Physiozentrum für Weiterbildung“ – einem österreichischen Fortbildungszentrum für medizinisch-therapeutisch tätige Berufsgruppen – durchgeführt. Die FH Burgenland übernimmt die Konzeption und Prozessbegleitung der Studie sowie die Auswertung der erhobenen Daten, der Projektpartner die Durchführung der Studie. Zielpopulation zur Überprüfung der Wirksamkeit von „Physiologik“ sind PhysiotherapeutInnen (Grundgesamtheit: vorhandene Kontakte der Datenbank des „Physiozentrums für Weiterbildung“; Stichprobe: Ziehung erfolgt auf Basis von definierten Ein- und Ausschlusskriterien), die auf Basis einer Randomisierung in Interventions- und Kontrollgruppe geteilt werden. Die Interventionsgruppe erhält eine Schulung zu „Physiologik“, die Kontrollgruppe erhält keine Schulung. Beide Gruppen behandeln dabei jeweils Patientinnen mit einer definierten Diagnose (ACL-Ruptur). Auf Basis der dabei erhobenen Daten soll herausgefunden werden, ob es einen Unterschied zwischen den beiden Gruppen gibt, oder nicht.

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