Ein Haus der Forschung für die Gesundheit

Menschen im komplexen System der Gesundheitsversorgung brauchen Unterstützung in Form eines klaren therapeutischen Kompetenzmanagements. Dazu wird jetzt im Department Gesundheit der FH Burgenland anhand von Simulationen geforscht.

In allen Bereichen der Gesundheitsversorgung müssen komplexe Vorgänge so gestaltet werden, dass erfolgreiche Arbeit nicht nur vom Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abhängt, sondern dass verbindliche Strukturen einen reibungslosen Ablauf sichern und Fehler weitgehend verhindert werden können . Es geht dabei um die Unterstützung von Health Professionals bei ihrenTätigkeiten in einem komplexen System. Notwendig ist diesbezüglich ein professionelles, therapeutisches Kompetenzmanagement, klare Regelungen zur Vermeidung von Krisen (Crisis Resource Management – CRM) und verständliche, professionelle und zur Vernetzung geeignete Tätigkeitsprotokolle. Es darf der Einzelne im System nicht alleine gelassen werden, sondern es gilt, ihn in seiner Aufgabe zu unterstützen sowie klare, beherrsch- und steuerbare Strukturen zu schaffen.

Die Fachhochschule Burgenland nimmt sich diesem Forschungsbereich nun intensiv an, was wesentlich mit der Erweiterung des Ausbildungsspektrums der Fachhochschule Burgenland, um ausgewählte Gesundheitsberufe, in Verbindung steht. Im Sinne einer forschungsgeleiteten Lehre arbeitet die Fachhochschule dabei eng mit der „Forschung Burgenland“ zusammen.

Mit dem „Forschungshaus Gesundheit (Health Lab)“ am Standort Pinkafeld entsteht ein Kompetenz- und Forschungszentrum für forschungstherapeutische Simulationsprogramme. In einem neu gestalteten Labor mit hochmoderner, „state of the art“ Geräte-Ausstattung wird es möglich sein, Arbeitssimulationen in einer geschützten, kontrollierten Umgebung unter  Übungsbedingungen durchzuführen. Auf diese Weise werden empirische Erkenntnisse gewonnen, die helfen, Prozesse in der Praxis zu verbessern, was auch Ausgangspunkt für weiterführende Forschungsarbeiten sein kann.

Zielgruppe für die neu geschaffenen Forschungsmöglichkeiten können beispielsweise externe Kunden und Kundinnen der Fachhochschule bzw. Forschung Burgenland sein. In diesem Kontext sind beispielsweise Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Health Professionals) öffentlicher Krankenanstalten bzw. Pflegedienstleistungsanbieter zu nennen, aber auch informell Pflegende. Für diese Zielgruppe können Forschungsprojekte im Bereich des therapeutischen Kompetenzmanagements, des Protokolltrainings und des Crisis Resource Managements realisiert werden. Aus- und Weiterbildungsangebote sowie Instruktorentrainings, sogenannte „Train-The-Trainer-Kurse“, können das umfangreiche Angebot des Health Labs noch bereichern.

Projektleiter

Projektleiter

  • Prof.(FH) Mag.Dr. Erwin  Gollner, MPH, MBA
    , Departmentleitung, Studiengangsleitung,
    Gesundheit
    Telefon: +43 5 7705-4220
    E-Mail: erwin.gollner@fh-burgenland.at
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