Luft_plus

Einfache Lüftungssysteme – energieeffizient, ressourcenschonend, leistbar in der Wohnbausanierung

Die eingesetzten Kosten, bestehend aus zusätzlichen Planungs-, Montage-, Wartungs- (Filtertausch, Reinigung, Brandschutz) und Betriebskosten (erhöhter Stromverbrauch), sind für die Wohnbauträger derzeit ein Hindernis in höherwertige Lüftungssysteme investieren zu wollen. Sie stehen aus deren Sicht in keiner Relation zur Endenergieeinsparung und KundInnenzufriedenheit.

In den letzten Jahren war aber gerade in ExpertInnenkreisen Konsens, aus Gründen der Energieeinsparung beim Heizwärmebedarf und der Behaglichkeit, ein Komfort- oder ähnlich hochwertiges Lüftungssystem zu installieren, um maximale Luftmengen und höchstmögliche Luftqualität in die Wohnungen zu bekommen. Inzwischen ist jedoch erkennbar, dass der Einsatz von Systemen zur Bereitstellung maximaler Raumluftqualität nicht zum dem Ziel geführt hat, nachhaltig mehr und energieeffizientere Lüftungssysteme in die Sanierungen von Wohnbauten zu bekommen.

Ziel ist daher die Entwicklung einfacher, leistbarer, energie- und ressourceneffizienter Lüftungssysteme für die Sanierung von Wohngebäuden. Diese setzen weniger Material ein, sind einfach in der Montage, Wartung und Reinigung. Sie nutzen die Abwärme aus der Raumluft, bieten Feuchteschutz und gewährleisten ein Mindestmaß an Raumluftqualität und Behaglichkeit bei Wirtschaftlichkeit über die Lebensdauer.

Methodik

1. Recherchen bestehender alternativer Lüftungssysteme, Vor- und Nachteile, Kennzahlen und Bewertung, Daten-Zusammenfassung, Definition von Referenzsystemen mit Benchmarks, Kriterienerstellung für Neu-, Weiterentwicklungen

2. Entwicklung einfacher Lüftungssysteme, neue Komponenten, weitere Optimierungen – alternative Systemlösungen, Einarbeitung der Evaluierung

3. Bewertung und Evaluierung vielversprechender Systeme mittels Simulationen (für einen ausgewählten Referenzraum) und Labortests (in einer vorhandenen Klimakabine), LCA und LCC-Analyse

Erwartete Ergebnisse

Konkret sollen zumindest 3 alternative Lüftungssysteme mit Abwärmenutzung bzw. Wärmerückgewinnung für den Wohnbausanierungs-Markt entwickelt und beschrieben sein. Sie werden mit drei bestehenden Referenz-Lüftungssystemen nach Stand der Technik verglichen. Dazu werden Simulationen und Labormessungen vor allem für die thermische Behaglichkeit, das Zugluftrisiko und ggf. die Luftqualität (für Referenzräume) durchgeführt.

Die neuen mechanischen Lüftungssysteme sind LCA- und LCC-bewertet. Durch generierte Detail-Ergebnisse aus dem Projekt soll ein Mehrnutzen für Fragestellungen anderer mechanischer Lüftungssysteme und -lösungen im Wohnbau entstehen, zum Beispiel für die Komfortlüftung.

Fördergeber, Forschungs- und Kooperationspartner

Forschungspartner

Auftraggeber

Klima- und Energiefonds der Österreichischen Bundesregierung

Projektpartner

Internorm International GmbH  www.internorm.com
Forschung Burgenland GmbH, Forschungszentrum Pinkafeld www.fh-burgenland.at
Technisches Büro Ing. Bernhard Hammer GmbH www.tbh.at
J. Pichler Gesellschaft m.b.H. www.pichlerluft.at

Projektmitarbeiter und Projektleiter

Ansprechperson

  • Prof.(FH) DI(FH) Peter  Klanatsky
    , HochschullehrerIn
    Energie-Umweltmanagement
    Telefon: +43 5 7705-4138
    E-Mail: peter.klanatsky@fh-burgenland.at
  • Projektleitung

    Armin Knotzer, AEE – Institut für Nachhaltige Technologien www.aee-intec.at

    Seite drucken Seite drucken
    mobile