„Energie-Wenden“ – Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Kontext regionaler Energiesystemplanung auf Basis erneuerbarer Energieressourcen

Gemeinsam mit dem Konsortium bestehend aus ForscherInnen und Stakeholdern aus der Wirtschaft erfahren die SchülerInnen die Eckpunkte eines regionalen Energiesystems auf Basis erneuerbarer Energieressourcen und lernen dabei Aufgaben und Methoden der Forschungs- und Entwicklungsarbeit und den Alltag in der angewandten Forschung kennen. Fünf Partnerschulen aus dem Burgenland ohne explizite Technikorientierung, mit teils hohem Anteil von SchülerInnen mit Migrationshintergrund sowie Mädchen, nehmen über zwei Schuljahre teil.

 

Partnerschulen:

·         Volkschule Jois

·         Volkschule St. Georgen

·         NMS Purbach

·         BG/BRG Neusiedl

·         HLWT PANNONEUM Neusiedl

 

Methodik:

 

1.       Zuerst werden Grundlagen vermittelt, die auch über den Tellerrand hinaussehen; Diversity, sozio-kulturelle, physikalische, technische Zusammenhänge und deren Auswirkungen verstehen

2.       Daten sammeln, dabei Interviews führen mit verschiedensten Stakeholdern, Feldforschung betreiben - im persönlichen Umfeld, in den Betrieben und in der Gemeindestube: Wer braucht wieviel Energie? Und welche? (zusätzlich: Verbrauchsauswertungen z.B. von Zählerständen, Energierechnungen, Energiemessungen) Zur Umsetzung der gesellschaftlichen Herausforderung Energiewende braucht es Wissen und Verständnis, wirtschaftliche und politische Machbarkeit sowie gesellschaftliche Akzeptanz. Im Projekt „Energie-Wenden“ sollen SchülerInnen durch Beschäftigung mit den in diesem Kontext relevanten Fragen und Antworten für das Thema und die damit verbundene Naturwissenschaft und Technik (NAWI TECH) interessiert und begeistert werden und Handlungskompetenzen erwerben.

3.       Berechnungen durchführen - Energiebedarf, Energieaufbringung

4.       Daten und Berechnungsergebnisse analysieren – Fragen nach Plausibilitäten, Hintergründen und Zusammenhängen stellen, Kennzahlen bilden, Schlüsse ziehen, Maßnahmen ableiten!

5.       Ziele der regionalen Ebenen Burgenland, Österreich, EU kennen lernen, und Ziele und Visionen für die lokale Ebene entwickeln: das Energiekonzept!

6.       die Diskussion über den Beschluss des Energiekonzepts im Gemeinderat in verschiedenen Rollen durchspielen. Wird es leicht sein, einen Umsetzungsweg, auf den sich alle einigen, zu finden?

7.       dem Gemeinderat präsentieren, was wir erarbeitet haben – und auch darüber hinaus Ergebnisse verbreiten.

 

Begleitend sind folgende Projektelemente von Bedeutung:

·         Energie-Technologien bei Unternehmen kennen lernen

·         im Forschungslabor arbeiten, Experimentierstationen und Labor-Equipment ausprobieren, Messgeräte anwenden (z.B. Wärmebildkamera)

·         Software-Programme anwenden: Excel, Wissensblog (eine interaktive Frage-/ Antwortsammlung und Ergebnisplattform), Simulationstool RESYS.

·         Fragen stellen (Energiewende-Wissensblog)

 

Projektlaufzeit: 05/2017 – 11/2019

Fördergeber und Forschungspartner

Fördergeber

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG, Abwicklung) und Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT, Programmeigentümer)

Forschungspartner

Akaryon GmbH (LEAD)
Dr. Lunzer Energie und Umwelt e.U.
Wind - Ingenieurbüro für Physik
Pädagogische Hochschule Burgenland

Projektmitarbeiter und Projektleiter

Projektleiter

Projektmitarbeiter

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